recruitingconvention: Podiumsdiskussion

Wohin entwickelt sich das Recruiting? Diese Frage erörtert Personalmarketing-Experte und «Blogger des Jahres» Henner Knabenreich im Gespräch mit Michel Kaufmann (JobCloud), Frank Hensgens (Indeed), Robert Beer (Xing), Peter Feldmeier (Experteer) und Philipp Bösch (Haufe-umantis)

 

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Moderator Henner Knabenreich, Michel Kaufmann (JobCloud), Frank Hensgens (Indeed), Robert Beer (Xing), Peter Feldmeier (Experteer), Philipp Bösch (Haufe-umantis)

 

Knabenreich: Stichwort Google und Apps. In welche Richtung müssen sich Jobbörsen entwicklen vor dem Hintergrund steigender Active Sourcing-Aktivitäten? Sind Jobbörsen in ein paar Jahren obsolet?

Kaufmann: «Das höre ich seit 13 Jahren. In der Vertikalität ist es angezeigt immer einfacher und relevanter zu werden. Dafür braucht es gute Daten. Die Krux und grosse Herausforderung ist die Qualität der Kandidaten-Daten. Man muss am Ball bleiben und die Datenqualität ständig optimieren.

Knabenreich: Wie definiert man bei Haufe Umantis Social Media Recruiting?

Bösch: Wir sehen, dass der Ansatz des Social Media Recruiting oft falsch verstanden wird. Der Rücklauf auf Facebook- und Xing-Ausschreibungen ist relativ schwach. Wir verfolgen den Ansatz, die Mitarbeitenden in Stellenausschreibungen zu involvieren. 60 Prozent aller Stellen haben wir via Empfehlungen besetzt. Wir verfolgen die Philosophie, die Mitarbeiter einzubeziehen, um die eigenen Kollegen an Bord zu holen und damit auch die Recruiter zu entlasten.

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Illustration: Jonas Räber

Beer: Bei der Zukunft des Sourcings geht es für mich weniger um «aktiv» oder «passiv», sondern um einen «Multichannel-Ansatz. Ich selbst hätte meinen Job bei Xing nicht erhalten, wenn ich mich allein auf Active Sourcing verlassen hätte.

Knabenreich: Wird eines Tages der Roboter den Recruiter ablösen?

Feldmeier: Ich glaube nicht daran, dass Algorithmen die Zukunft sein können, aber Big Data kann immens helfen. Etwa indem sich Branchentrends und -tendenzen abbilden lassen.

Knabenreich: Lassen sich anhand des Verhaltens in sozialen Netzwerken nicht viel besser geeignete Kandidaten finden als über das Bauchgefühl?

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Illustration: Jonas Räber

Kaufmann: Das kann im Vorfeld bei der Selektion schon hilfreich sein. Die Frage ist, ob es alltagstauglich ist, den ganzen Recruiting-Prozess auf Daten abzustützen. Am Ende stellt man Menschen ein, Persönlichkeiten. Deshalb ist und bleibt der persönliche Austausch unverzichtbar.

Knabenreich: Was muss sich in der Recruiting-Praxis künftig ändern?

Frank Hensgens: Ich glaube, da hat sich sehr wohl einiges geändert. Das Marketing-Denken wird immer wichtiger.

Knabenreich: Ist die mobile Revolution tatsächlich Realität?

Hensgens: Die mobile Revolution findet statt. Das wird kandidatenseitig getrieben. 42 Prozent der Facebook-Nutzer gehen mobil auf Facebook.

Bösch: Ich würde nicht von einem Trend sprechen. Wir alle sind doch schon total mobil – nur die Unternehmen hinken hinterher. Unsere Anwendungen sind alle responsive. Wir haben eine Recruiting-App entwickelt, die sich von der Funktionsweise her mit Paarvermittlungs-Plattformen vergleichen lässt.

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HR Today, das Fachportal für Personalverantwortliche, bloggt in Zusammenarbeit mit Prospective live über die Recruiting Convention.

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2 Antworten auf recruitingconvention: Podiumsdiskussion

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