Recruiting Ambassadors: War for Talent

Alexandra Götze von Accenture ist Leiterin des Personalmarketings. Zusammen mit ihrem Team ist sie verantwortlich für das taktische und strategische Sourcing innerhalb des Recruitings. Zum Aufgabenbereich von Alexandra Götze gehören sowohl „klassische“ Sourcing-Kanäle wie Campus, Praktikanten, Empfehlungsprogramme und Social Media, als auch neue wichtige Kanäle wie Talent Relationship, Community Management und Active Sourcing.

Vortrag im Rahmen der recruitingconvention 2012 in Zürich.

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„War for Talent“ klingt zwar martialisch, aber der Markt ist tatsächlich ausgetrocknet und der Kampf um gute Mitarbeiter gross.

Im Jahre 2010 lief die Rekrutierung bei Accenture noch gut. Im Sommer ruhte man sich etwas aus. Im Oktober und November wurde vom Management zusätzliches Wachstum ausgeschrieben. Recruiting hat dies zwar aufgenommen, das Middle-Management war aber zu stark mit Kundenprojekten ausgelastet, so dass sie dem HR zu wenig Support bieten konnten.

Auch Alumni-Mailings wurden nicht ausgelöst, weil die jungen Linienverantwortlichen das Wording als „zu verzweifelt“ eingestuft haben. Es mussten eigens interne Recruiting-Präsentationen angesetzt werden, damit sich auch Linienmitarbeiter um Bewerber bemühen.

Es wurden einzigartige lilafarbene Slides mit wenig Worten zusammengestellt, um die interne Community von der Dramatik der Lage zu überzeugen.

In einer internen Roadshow wurde der „Fachkräftemangel“ erklärt und ein Benchmarking mit erfolgreichen Unternehmen wie den Zürcher Verkehrsbetrieben durchgeführt. Xing-Videos über die Wechselbereitschaft von Mitarbeitern wurden gezeigt und über korrekte Ausfüllen von Xing-Profilen und das Posting und Liking auf Facebook diskutiert.

Seit Februar sind die Accenture-Mitarbeiter viel engagierter in Social Networks und helfen so mit, Branding für das eigene Unternehmen zu betreiben. Mitarbeiter werden gefragt, was sie persönlich zur Besetzung einer bestimmten Stelle beigetragen haben.

Die Empfehlungen durch Mitarbeiter sind um 23% gestiegen mit entsprechend tieferen Cost per Hire. Den Mitarbeitern wird ein Premium-Account bezahlt, damit sie häufiger über Accenture posten. 40% der neuen Mitarbeiter werden inzwischen von bestehenden Mitarbeitern empfohlen. Man muss sie aber immer wieder an das Mitarbeiterprogramm erinnern.

Bezüglich Guidelines kann man sich zurückhelten: Will jemand die Firma schädigen, so wird er es voraussichtlich nicht unter eigenem Namen tun…

Es lohnt sich also, aufzustehen für das, was man vertritt!

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3 Antworten auf Recruiting Ambassadors: War for Talent

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