Wir bewerben uns

Die VBZ, die Verkehrsbetriebe Zürich, sorgen mit dem konsequenten Einsatz von Jobvideos sowie Vorgesetzten, die sich persönlich bei den Stellensuchenden bewerben, für eine frische Personalmarketingbrise. Mit einem innovativen Online-Stelleninserat haben sie nun ihr Vorgehen konsequent weiterentwickelt.

Fast 90 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer im Erwerbsalter nutzen das Internet regelmässig. Es ist heute so selbstverständlich wie Zeitunglesen oder TV-Sehen. Das Internet ist schnell, kostengünstig und es bietet wunderbare Möglichkeiten, Informationen attraktiv aufzubereiten und mit Menschen in Kontakt zu treten. Mit dem Siegeszug des Internets setzen sich auch Videos durch – der Erfolg von Youtube beweist dies. Kein Wunder, denn mit Videos lassen sich Informationen und Emotionen in einer bislang für die Personalwerbung undenkbaren Dimension vermitteln: Sie lassen ganz einfach Menschen zu Menschen sprechen.

Eine neue Denke

Die VBZ stellen jährlich 200 neue Mitarbeitende an. Weil sich der Kampf um gute Handwerker, Ingenieurinnen, Tramfahrer oder Buschauffeurinnen weiter zuspitzen wird, sagen sich die VBZ folgerichtig: «Wir bewerben uns.» Die Bewerbung übernehmen die Vorgesetzten gleich selber. Sie stellen sich per Video bei den Interessierten vor, erklären die wichtigsten Aufgaben und zeigen den Arbeitsplatz. Aussagen zum Führungsstil, zu Hobbys oder Familie zaubern eine persönliche Note in die Jobvideos. Damit gleichen die VBZ die ungleich langen Spiesse im Bewerbungsprozess aus. Die Interessierten erhalten jetzt bereits vor dem Bewerbungsentscheid viele Informationen und Eindrücke aus dem Arbeitsumfeld und lernen erst noch ihre neue Chefin oder ihren neuen Chef kennen. Diese Transparenz wirkt sich positiv auf die Effizienz in den Jobinterviews aus und bringt den VBZ viele Sympathiepunkte ein.

Das Stelleninserat

Das Internet mit der eigenen Karriere-Website und den Jobbörsen hat sich als Leitmedium für die Personalwerbung definitiv durchgesetzt. Es ist schnell, einfach und kostengünstig und mit dem Web 2.0 bieten sich fast unbegrenzte Möglichkeiten in der Gestaltung von Inseraten und der Interaktion mit Interessenten. In der Realität ist das Web jedoch oft eher ein Leidmedium, voll mit den langweiligen Printklonen. Ein bisschen mehr Leidenschaft würde der Personalwerbung gut anstehen. Mit dem Stelleninserat gehen die VBZ diesen Weg. Die beliebten Jobvideos bleiben im Mittelpunkt, darum herum ist aber fast alles neu:


  • Alle relevanten Informationen zur und rund um die Stelle auf einen Blick.

  • Die Anstellungsbedingungen auf dem Liniennetzplan mit der Maus erfahren.

  • Künftige Arbeitskolleginnen und –kollegen kennen lernen.

  • Den Arbeitsweg berechnen.

  • Direkter Kontakt zur zuständigen HR-Person und sie in Bild und Kurzvita kennen lernen.
  • Sich direkt aus dem Inserat online bewerben.
  • Die Stelle per Mausklick über Social-Media-Plattformen oder per E-Mail weiterempfehlen.

Die VBZ verstehen ihr vielleicht erstes «richtiges» Web-2.0-Stelleninserat+ auch als Wertschätzung gegenüber den Interessierten, die sich Zeit für die VBZ und ihre freien Stellen nehmen. Darüber hinaus erfüllt das Stelleninserat auch ganz handfeste wirtschaftliche Ziele. Zum Beispiel können latent Suchende mit einer frischen Personalwerbung besser erreicht werden. Interessant ist auch die immer wichtiger werdende Mobile-Lösung: Wird das VBZ-Stelleninserat von unterwegs aufgerufen, erscheint automatisch eine auf die kleineren Smartphone-Bildschirme optimierte Version des Online-Stelleninserats.

Crossmediale Kommunikation

Mit clever aufeinander abgestimmten Kommunikationskanälen folgen die VBZ den geänderten Kommunikationsgewohnheiten der Zielgruppen und erhöhen die Durchdringungskraft der Personalwerbung. Die führenden Schweizer Online-Stellenplattformen publizieren das neue Stelleninserat und sorgen für Traffic auf der Karriereseite der VBZ.

Ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und gratis dazu den Überraschungseffekt erzielt die Smartphone-Werbung auf der App des Zürcher «Tages-Anzeigers». Ein Banner verweist dort auf das Jobvideo, welches innert Sekunden über das Display flimmert. Die Videoinserate spielen auch auf Facebook eine wichtige Rolle – zusammen mit weiteren Informationen und der Möglichkeit, über das Arbeiten beim Zürcher Unternehmen zu diskutieren.

Ganz auf Papier können die VBZ noch nicht verzichten. Print bleibt für einige wenige Stellen erfolgversprechend. Anstelle der langweiligen Printinserate machen nun auffällige, aber kleinere und somit günstigere Teaserinserate auf das Online-Stelleninserat im Internet aufmerksam.

Die VBZ machen mit ihrem Vorgehen beste Erfahrungen. Das neue Stelleninserat ist alltagstauglich, die Erfassung ist schnell und einfach. Die nun auch noch attraktiv verpackten Jobvideos mit den Vorgesetzten in der Hauptrolle sorgen für hohe Sympathieeffekte und gut informierte Stellensuchende, und die VBZ werden verstärkt als interessante und innovative Arbeitgeberin wahrgenommen. Dadurch gelingt es immer besser, zusätzliche Bewerbersegmente anzusprechen.

Artikel von Jörg Buckmann


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