Der Einfluss von Social Media auf das Recruiting bzw. Personalmarketing ist ein vieldiskutiertes Thema. Eine neue Studie zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing fördert einige neue Erkenntnisse zu Tage, welche wir Ihnen nachfolgend näher vorstellen möchten. Diese gelten allerdings primär für Deutschland.
Hintergrundinfos zur Studie
Gesamthaft wurden im Zeitraum zwischen dem 28. April und dem 20. Mai 2011 online 835 Personen zu diesem Thema befragt. 79 Prozent der Teilnehmer waren dabei Studierende und Absolventen. 19 Prozent gehören zu der Kategorie Fach- und Führungskräfte. Verantwortlich für die Studie sind Prof. Thorsten Petry von der Wiesbaden Business School, sowie Florian Schreckenbach von der Managementberatung embrander.
Wenig überraschend ist das Ergebnis, dass die Studierenden und Absolventen Social Networks intensiv nutzen. Gemäss der Studie nutzen 93 Prozent YouTube, 81 Prozent Facebook und immerhin noch 69 Prozent die VZ-Netzwerke, wie beispielsweise Studi-VZ.
Erstaunlich ist allerdings die Erkenntnis, dass nicht einmal 1/3 der Teilnehmer Bemühungen von Unternehmen im Bereich Personalmarketing wahrgenommen haben. Einzig bei sehr grossen Firmen wie beispielsweise BMW, Telekom, Lufthansa, Daimler oder Otto haben die Befragten solche Massnahmen wahrgenommen, die darauf abzielen, dass jeweilige Unternehmen in einem positiveren Licht erscheinen zu lassen.
Welche Aktivitäten erhöhen aus Bewerbersicht die Attraktivität eines Unternehmens als Arbeitgeber?
Auf diese Frage liefert die Studie folgende Antworten: Für 70 Prozent der Studierenden und Absolventen steigern Stellenanzeigen die Attraktivität. Gefolgt von Karriereseiten (65 Prozent) und Events (56 Prozent). Weniger relevant sind Facebook-Pages sowie Arbeitgebervideos. Weitere Infos, auch zur Sicht der Fach- und Führungskräfte, können aus nachfolgender Grafik entnommen werden.
Überraschend ist das Ergebnis, dass Studierende gegenüber Social Media Aktivitäten von Unternehmen weniger offen sind, als die Gruppe der Fach- und Führungskräfte. Für Unternehmen gilt es zudem zu beachten, dass der Vorgang des Fan werdens auf Facebook nicht automatisch dazu führt, dass das Unternehmen als Arbeitgeber positiver wahrgenommen wird.
Fazit
Die Studie vermittelt einen grundsätzlich eher negativen Eindruck von der Thematik “Social Media im Personalmarketing”. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es keine Garantie für ein positives Arbeitgeberimage darstellt, wenn ein User Fan der Unternehmensfanpage wird, negative Auswirkungen sind allerdings im Normalfall auch nicht zu erwarten.
Artikelbild: Ausschnitt aus Originalgrafik
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“Sie kommt zu dem Ergebnis, dass es keine Garantie für ein positives Arbeitgeberimage darstellt, wenn ein User Fan der Unternehmensfanpage wird, negative Auswirkungen sind allerdings im Normalfall auch nicht zu erwarten.”
Logisch, eine Garantie gibt es nicht. Wäre auch viel zu weit hergeholt und hier wurde in der Studie von der Fragestellung auch falsch angesetzt.
Fakt ist: Eine gut gemachte, auf die Zielgruppe eingehende, den Dialog fördernde und den Arbeitgeber erlebbar machende Karriere-Page erhöht sehr wohl die Attraktivität eines Arbeitgebers>.
Unbestritten ist auch, dass schlecht gepflegte oder peinliche Arbeitgeber-Auftritte sehr wohl negative Auswirkungen auf das Arbeitgeberimage haben. Beispiele gefällig? Karstadt mit einer Page, die sich an Azubis wendet, aber vor Rechtschreibfehler nur so trotzte (“Karstast”), die Page von Funkwerk mit letztem Eintrag vom 16. Juni, Pages, wie die der Finanzverwaltung Rheinland Pfalz, die ausschließlich mit Tweets gefüttert wird und keinen Dialog ermöglicht, die Page von L’Oreal, wo selbst nach Tagen nicht auf Fan-Anfragen eingegangen wird. Und so weiter, und sofort… Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann sich gerne auf Karriere-Fanpages auf Facebook informieren und sich gute und schlechte Beispiele anschauen.
Hoppla, hier wurde der HTML-Tag nicht richtig gesetzt. Der Link lautet http://personalmarketing2null.wordpress.com/2011/03/16/steigerung-der-arbeitgeberattraktivitat-durch-facebook-karriere-pages-am-beispiel-lufthansa-vs-philips/
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