Neue Studie: Arbeitgeber schreiben Vakanzen auf den falschen Stellenportalen aus

In Deutschland ist kürzlich eine neue Studie erschienen, in der mehr als 11‘000 Personen (Bewerber und Arbeitgeber) über die „besten“ Jobportale abgestimmt haben. Wir stellen Ihnen die interessantesten Ergebnisse daraus vor und werfen zudem einen Blick auf die Situation in der Schweiz.

Für die Studie gaben insgesamt mehr als 10‘000 Bewerber, sowie etwa 1‘000 Arbeitgeber ihre Meinung zu den besten Stellenportalen in Deutschland ab. Das Ziel der Studie war ganz klar die besten Plattformen aus Bewerber- und aus Unternehmenssicht zu evaluieren. Für das letztendliche Ranking waren allerdings nicht nur die Ergebnisse der Befragungen relevant, sondern auch noch die Nutzungshäufigkeit und die Ergebnisqualität.

1. Bewerber-Rangliste:

Bei den Bewerbern schnitt das Portal kimeta am besten ab. Gefolgt von stepstone, jobrapido, icjobs, jobware, jobpilot, gigajob, kalaydo, fazjob, meinestadt und monster.

2. Arbeitgeber-Rangliste:

Die Rangliste der Arbeitgeber unterscheidet sich deutlich von den gerade genannten Ergebnissen. Lediglich stepstone schneidet auch sehr gut ab und befindet sich hier sogar an der Spitze der Rangliste. Auf den weiteren Plätzen folgen jobware, stellenanzeigen.de, jobpilot, kalaydo, xing, monster, arbeitsagentur, gigajob und experteer.

Nach einer Gegenüberstellung der beiden Ergebnislisten zeigt sich das eigentliche Problem sehr schnell: die Arbeitgeber schalten ihre Vakanzen auf Stellenportalen auf denen sich die Jobsuchenden gar nicht aufhalten. Die gleiche Aussage gilt natürlich auch andersrum. Dies führt in der Konsequenz für beide Seiten zu mangelnden Ergebnissen.

3. Gesamtrangliste:

  1. stepstone
  2. jobware
  3. jobpilot
  4. gigajob
  5. stellenanzeigen.de
  6. monster
  7. xing
  8. arbeitsagentur.de
  9. experteer

Ein Blick in die Schweiz

Auch in der Schweiz spielen Online-Stellenbörsen eine wichtige Rolle im Recruiting bzw. bei der Jobsuche. So suchen hier 89,7 Prozent nach Vakanzen und 93 Prozent der Arbeitgeber schreiben sie dort aus. Zu diesem Ergebnis kamen wir in unserem Trendreport 2010. Weitere, neue Zahlen erfahren Sie bald in unserem Trendreport 2011.


Bildquelle: Online-Recruiting in der Schweiz Trend Report Online Recruiting 2010

Differenzierte Aussagen darüber, welche Stellenportale auf beiden Seiten jeweils am beliebtesten sind, lassen die Ergebnisse natürlich nicht zu. Eine äquivalente Untersuchung ist für die Schweiz derzeit allerdings (noch) nicht vorhanden.

Fazit

Die Ranglisten zu den beliebtesten Jobbörsen sind ohne Frage interessant, wesentlich besorgniserregender ist allerdings die Diskrepanz zwischen Jobsuchenden und Arbeitgebern. Gerade die Unternehmen sollten in Zukunft verstärkt darauf achten, wo sie ihre Vakanzen publizieren. Dies bezieht sich in einem ersten Schritt natürlich auf die Entscheidung für ein bestimmtes Medium (Print oder Online), der nächste Schritt sollte aber unbedingt die genauere Evaluierung sein, wo sich die gesuchte Zielgruppe aufhält. Dies ist zwar aufwendiger, die Chancen auf diese Weise aber qualifiziertes und motiviertes Personal zu finden ist deutlich höher – und darauf kommt es letztendlich an.

Was halten Sie von den Ergebnissen? Wie schätzen Sie die Situation in der Schweiz ein?

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