Jobs in der Versicherungsbranche haftet nicht unbedingt das beste Image an. Gerade Jugendliche assoziieren damit Begriffe wie spiessig oder langweilig. Um mit diesem Vorurteil aufzuräumen (und neue Auszubildende für den Bereich Versicherungen und Finanzen zu gewinnen) haben acht deutsche Versicherungsunternehmen eine Kampagne gestartet. Wir stellen Ihnen diese vor und beleuchten sie zudem kritisch.
„Besser als ne Party“
Mit diesem und sechs weiteren Sprüchen werben die Firmen Allianz, Concordia, hannover rück, Mecklenburgische, talanx, VGH, die VHV Gruppe und Volkswagen Financial Services auf einer Website für eine Ausbildung im Versicherungsbereich. Unter dem Überpunkt „Besser als die Glotze“ erhält der User beispielsweise Infos darüber, dass besonders Teamarbeit auf dem Programm steht. Die anderen Überpunkte sind ähnlich und betonen stark die positiven Aspekte in den jeweiligen Jobs.
Interessant: Die Kampagne selbst wurde von Auszubildenden des BWV (Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft in Hannover e.V.) entwickelt und anschliessend von einer Agentur umgesetzt – und möglicherweise noch etwas modifiziert.
Der „Jetzt bewerben“– Button befindet sich zu jeder Zeit prominent auf der Website. Zusätzlich können die User sich in der Sprüchegalerie online verewigen. Die Teilnehmer wurden dabei im Rahmen von Promotionstouren durch über 50 Schulen akquiriert. Ebenfalls vorhanden sind eine Facebook Fanpage und ein Twitter-Account. Während die Follower-Anzahl bei Twitter mit fünf Stück sehr mager ausfällt, sind bei Facebook immerhin schon 334 Fans zu verzeichnen.
Ist die Kampagne wirklich besser als andere?
Die Idee an sich ist innovativ und modern umgesetzt. Allerdings erscheinen die gewählten Sprüche doch etwas übertrieben. Eine Ausbildung ist rein realistisch gesehen nun einmal nicht besser als ein Popstar zu sein. Zudem erscheint die Sprachauswahl generell etwas zu aufgesetzt, zu sehr gewollt jugendlich und lässig.
Allerdings hat gerade die Versicherungsbrache im Bereich Employer Branding einen schweren Standpunkt. Daher ist es als deutlich positiv zu werten, dass sich mehrere Firmen gemeinsam dazu entschieden haben, dagegen aktiv etwas zu tun.
Es bleibt natürlich abzuwarten, welchen Erfolg die Kampagne letztendlich hat. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist dies schwer abzuschätzen.


Artikel-Feed (RSS)

“Während die Follower-Anzahl bei Twitter mit fünf Stück sehr mager ausfällt, sind bei Facebook immerhin schon 334 Fans zu verzeichnen”
ist doch ein Anfang.
Vielleicht sollten wir uns daran gewöhnen, dass vieles manchmal etwas mehr Zeit braucht und damit sogar zu einem noch besseren Resultat führt.
Ich bin immer dafür: “etwas neues mal versuchen und konsequent durchziehen und erst an den vereinbarten Punkten Review, Korrektur und weiter bis zum definierten Schluss”.
Und dann Bilanz ziehen.
Schon mit “funktioniert so oder so nicht zu beginnen kann doch nie ziel- oder resultatorientiert sein.
Pingback: Talkin’ ’bout a REWElution? Ausbildungsmarketing mit dem REWE Jugendclub « personalmarketing2null – personalmarketing | employer branding | social media – kritisch hinterfragt