Viele Unternehmen sind derzeit noch eher zurückhaltend, wenn es um den Einsatz von Social Networks für das Recruiting geht. Massgeblich fragen sich viele Recruiter, ob die definierte Zielgruppe auch über die Kanäle erreicht werden kann – und wie viel Sinn dies generell macht. Jobvite veröffentlichte kürzlich eine neue (amerikanische) Studie, welche Unternehmen Mut macht, in Social Networks aktiver unterwegs zu sein.
Nachdem Jobvite bereits eine Studie zu diesem Thema, allerdings aus Unternehmenssicht, publiziert hat, lancierten sie nun noch das Gegenstück dazu. Diese beschäftigte sich mit dieser Thematik aus Sicht der Arbeitnehmer bzw. den Jobsuchenden.
Social Networks immer wichtiger für die Jobsuche
44 Prozent der Befragten sind über ihren aktuellen/vorherigen Job entweder via Social Networks oder über Empfehlungen aufmerksam geworden. Nur 33 Prozent gaben jedoch an, dass sie über traditionelle Online-Jobbörsen auf Vakanzen aufmerksam geworden sind. Das spricht ganz klar für den Einsatz von Social Media- Kanälen für das Recruiting.
Auch spannend ist, dass die „aktiven Social Network Nutzer“ mehrheitlich jünger sind und über eine gute bis sehr gute Ausbildung verfügen. Darüber hinaus ist auch das Einkommen höher als bei denjenigen, welche ihren Job über eine traditionelle Stellenplattform gefunden haben. 20 Prozent der Befragten, welche ihre Jobs via Social Networks gefunden haben, verfügen zudem über ein Einkommen von über 100‘.000 US-Dollar. (pro Jahr)
Facebook für Jobsuche am beliebtesten
Das Social Network Facebook hat, wenig überraschend, bei den Nutzern die Nase ganz vorne. Dies muss allerdings immer im Kontext der Stellensuche gesehen werden. Wesentlich weniger werden beispielsweise Twitter und LinkedIn hierfür eingesetzt. (siehe auch Grafik) Leider werden keine Aussagen darüber getroffengemacht, wie Xing hier abschneidet. Das liegt aber mit Sicherheit daran, dass Xing in Amerika deutlich weniger bedeutend ist als LinkedIn.
Fazit
Für Unternehmen wird es in Zukunft immer wichtiger werden, auch Budget für das Recruiting via Social Networks einzuplanen. Auf lange Sicht besteht ansonsten die Gefahr, wertvolles Potenzial, gerade auch im Bereich Employer Branding, zu verschenken. Dies gilt allerdings nicht nur für Amerika, sondern auch für die Schweiz.
Die ganze Studie kann hier direkt bestellt werden.



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