Mobile Recruiting: Einsatzmöglichkeiten und Verbreitung

Wir informierten sie vor ein paar Tagen darüber, dass die VBZ als erstes Schweizer Unternehmen Printinserate und Jobvideos mit der kooaba Paperboy Applikation verbindet. Dies stellt eine Möglichkeit dar, das Smartphone ins Recruiting mit einzubeziehen. Was für weitere Einsatzbereiche existieren derzeit und wie viele Unternehmen setzen Mobile Recruiting bereits ein?

Smartphones, wie beispielsweise das iPhone, sind inzwischen stark in der Schweiz verbreitet (Kenner sprechen von ca. einer Million iPhones in der Schweiz). Diese Entwicklung wurde vor allem durch relativ günstige Datentarife und die hohe Kaufkraft in der Schweiz begünstigt. Dementsprechend reizend ist es für Unternehmen, auch diesen Kanal für das Recruiting zu nutzen. Die mobile Kommunikation ist nicht nur multimedial und interaktiv sondern funktioniert auch „ortsbezogen“.

Zwei grundsätzliche Kommunikationsformen – Push und Pull

Ganz generell kann bei der mobilen Kommunikation zwischen Push und Pull unterschieden werden. Bei der sogenannten Push-Form werden Informationen/Nachrichten ungefragt und ohne zutun des Nutzers abgesendet. Falls keine Permission vorliegt, ist hiervon allerdings abzuraten, da die Nutzer dies mehrheitlich als Spam wahrnehmen. Deutlich besser ist das Pull-Verfahren. Hier muss der Nutzer aktiv Informationen anfordern, die ihn interessieren. Zu dieser Form gehört auch das beschriebene VBZ Projekt.

Einsatzmöglichkeiten

Zu den einfachsten Möglichkeiten auch das Handy/Smartphone ins Recruiting mit ein zu beziehen, stellt die mobile Karrierewebsite dar. Die Informationen können hier die gleichen wie auf der herkömmlichen Website sein. Lediglich das Design sowie die Navigation müssen speziell auf die Smartphones zugeschnitten werden. Wirklich interessant sind allerdings spezielle Recruiting Apps, die Nutzung von Location Based Services, Augmented Reality oder speziellen SMS-Karrierenewsletter. Vor einigen Wochen stellten wir Ihnen eine aussergewöhnliche Recruiting-Kampagne von Jung von Matt/Neckar vor, welche geschickt die neue Funktion von „Facebook-Deals“ nutzte, um Mitarbeiter eines Konkurrenzunternehmens abzuwerben.

Und wie verbreitet ist Mobile Recruiting bereits bei den Unternehmen?

Laut einer Studie zum Thema Mobile Recruiting glauben 89 Prozent der Befragten, dass das Thema an Bedeutung gewinnen wird. Jeweils 1/3 konnte sich hingegen unter iPhone-Applikationen oder dem Begriff „Mobile Video“ nichts vorstellen. Allerdings wurde diese Studie bereits Ende 2009 von eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft) veröffentlicht und gilt ausschliesslich für Deutschland. Wie sieht es nun aktuell in der Schweiz aus? Unser Trendreport Online Recruiting förderte ähnliche Ergebnisse zu Tage. Lediglich 5 Prozent der Unternehmen haben bereits erste Erfahrungen in diesem Bereich sammeln können. 13 Prozent prüfen derzeit die Möglichkeiten. Für den Rest spielt das Thema Mobile Recruiting derzeit noch keine Rolle.


Trendreport Online Recruiting Schweiz

Fazit

Mobile Recruiting ist ohne Frage ein sehr interessantes Thema, mit zahlreichen Möglichkeiten für Unternehmen. Allerdings werden diese noch wenig eingesetzt. Wir sind gespannt wie sich dieser Bereich im Laufe des Jahres weiterentwickeln wird.

[via]

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