Facebook Fanpages haben heute schon sehr viele Unternehmen im Einsatz. Schliesslich sind ja bereits 43 Prozent aller Schweizer Internetnutzer bereits über Facebook erreichbar. Dieses Potenzial lassen viele Unternehmen nicht ungenutzt. Auch für das Recruiting wird Facebook verstärkt eingesetzt. Der Königsweg sind hier spezielle Recruiting Fanpages. Wir beleuchten diese Möglichkeit des Recruitings näher und stellen darüber hinaus einige interessante Beispiele vor.
Warum überhaupt spezielle Recruiting Fanpages? Wäre es nicht viel einfacher, freie Stellen direkt über die bereits vorhandene Unternehmensfanpage zu posten? Es wäre zwar weniger aufwändig, Vakanzen auf der bestehenden Fanpage zu veröffentlichen, allerdings ist dies gerade für grössere Unternehmen nicht der beste Weg. Dies lässt sich am besten an einem Beispiel verdeutlichen: Die OTTO Group ist ein Handels- und Dienstleistungskonzern mit weltweit 50.000 Mitarbeitern. OTTO ist in Deutschland (aber auch in der Schweiz) eine bekannte Marke mit dementsprechend hoher Anzahl an Fans bei Facebook. Nicht alle dieser Fans interessieren sich speziell für Vakanzen bei dem Unternehmen. Vielmehr steht hier das Interesse an neuen Angeboten oder Produkten im Vordergrund. Ständige Informationen über freie Stellen können daher von den bereits bestehenden Fans als störend empfunden werden. Das Unternehmen selbst erreicht über diese Recruiting-Massnahme zudem nicht die entsprechende Zielgruppe.
Es empfiehlt sich daher, insbesondere bei grösseren Firmen, spezielle Fanpages für das Recruiting einzurichten.
Was sollte beachtet werden?
Grundsätzlich gelten hier die gleichen Regeln wie auch bei sonstigen Fanpages. Das Design sollte optisch ansprechend sein und möglichst personalisierte Tabs bzw. eine Landingpage enthalten. (siehe hierzu auch Beispiel OTTO) Neben einer Erklärung zum Unternehmen selbst sollte der potenzielle Arbeitnehmer alle derzeit offenen Stellen einsehen können. Zusätzlich sollten Kontaktmöglichkeiten zu bestehenden Mitarbeitern angeboten werden. Auf der Pinnwand hingegen empfiehlt es sich, nicht nur „stupid“ aktuelle Jobangebote zu posten. Vielmehr sollten zusätzlich interessante News und Hintergrundinformationen für Interessierte veröffentlicht werden. Diese halten die Fanpage lebendig und gewähren dem Nutzer einen Blick hinter die Kulissen.
Selbstverständlich muss auch diese Fanpages intensiv betreut und auf Anfragen von Nutzern schnell reagiert werden. Um schliesslich auf die spezielle Recruiting Page aufmerksam zu machen, sollte diese mit anderen Facebook-Auftritten vernetzt werden.
Beispiele
1. Migros – Plattform für Lehrlinge auf Facebook
FacebookMigros geht einen Schritt weiter und bietet nicht nur eine spezielle Recruiting-Fanpage an, sondern gezielt eine Fanpage für Auszubildende, sprich Lehrlinge. Unter dem Slogan „New Talents“ können sich hier Interessierte über aktuelle Lehrstellen und Veranstaltungen zu diesem Thema informieren. Durch die sehr spezifissche Zielgruppe können die Inhalte dementsprechend perfekt auf diese ausgerichtet werden.
2. YourGstaad – Rekrutierung von Tourismus-Fachkräften via Social Network
Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass Recruiting-Fanpages nicht nur für ein bestimmtes Unternehmen Sinn machen, sondern auch für ganze Regionen. Daher hat sich die Fanpage von YourGstaad auf Stellenangebote und Informationen rund ums Arbeiten in der Hotelbrache sowie Touristik in Gstaad spezialisiert. Dabei richtet sich diese Seite nicht nur an zukünftige Mitarbeiter, sondern auch an Personen, die bereits in dieser Gegend arbeiten. Besonders positiv fällt bei dieser Seite auf, dass neue Fans direkt mit Namen begrüsst werden.
Die beiden genannten Beispiele zeigen sehr deutlich, dass es verschiedene Möglichkeiten und Ansatzpunkte gibt, um erfolgreich Recruiting-Fanpages zu betreiben.
Die Beispiele zeigen aber auch, dass in der Schweiz noch wenige Unternehmen dieses Potenzial nutzen. Oder kennen Sie weitere Beispiele?




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