Wir deuteten bereits letzte Woche in unserem Post über den neuen Produkte- und Service-Tab auf der Unternehmensseite bei LinkedIn an, dass sich das Business-Portal gerade in der Schweiz deutlich steigern konnte. Erstmals überholt es das damit das bis dahin populärste Netzwerk Xing. Wir beleuchten diese Tatsache noch ausführlicher und ziehen den direkten Vergleich zu der Situation in Deutschland.
LinkedIn optimierte dieses Jahr einiges an der eigenen Plattform und implementierte einige neue Funktionen. Dies kann allerdings nicht als Ursache für diese Entwicklung angesehen werden. Auch die direkte Konkurrenz, Xing, arbeitete dieses Jahr stark an der Verbesserung des Webauftritts.
Doch: Während bei Xing im Frühjahr die Unique Visitors noch bei 150‘000 lagen, sind es bei LinkedIn inzwischen bereits 180‘000. Im direkten Vergleich hat LinkedIn damit bereits mehr Unique Visitors in der Schweiz als Xing.
Darüber hinaus verfügt LinkedIn inzwischen auch (wie bereits im vorherigen Post erwähnt) über mehr Mitglieder. Laut eigenen Angaben sind bei Xing über 0,3 Millionen Mitglieder aus der Schweiz angemeldet, bei LinkedIn sind es über 372.075. Auf Grund der ungenauen Daten von Xing lässt sich zwar nicht hundertprozentig genau ausrechnen, wie gross der Unterschied tatsächlich ist, eine Tendenz ist allerdings klar erkennbar.
Der Vergleich zu Deutschland
Während die Entwicklung in der Schweiz für Xing nur mässig erfolgreich ausfiel, war dies in unserem Nachbarsland anders. So veröffentlichte Xing diese Woche die Zahlen für das dritte Quartal. Demnach hat das Unternehmen gesamthaft einen Umsatz von 13,8 Millionen Euro erwirtschaftet.
Die Mitgliederzahlen in Deutschland sind auf 4,27 Millionen angewachsen. Das bedeutet einen Zuwachs von 194‘000 Nutzern. Der Gewinn selbst stieg von 0,34 Millionen auf 2,11 Millionen Euro. Als Grund für diese deutliche Umsatzsteigerung gibt Xing das Wachstum im Bereich E-Recruiting an. Der Umsatz in diesem Geschäftsbereich ist um 82 Prozent gestiegen.
Gesamthaft gibt Xing an, dass sie im dritten Quartal das höchste Mitgliederwachstum seit fünf Quartalen verzeichnen durften. Über das Wachstum speziell in der Schweiz, wurden keine Aussagen gemacht.
Es kann also festgehalten werden, dass Xing in Deutschland und in Österreich immer noch vor LinkedIn liegt. Warum das ansonsten eher im amerikanischen Raum beliebte LinkedIn nur in der Schweiz vorne liegt, bleibt rätselhaft. Haben Sie Theorien oder Ansätze, woran dies liegen könnte?


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Hallo,
die Nutzer von Xing sind vom 09. Nov 2009 bis 09. Nov. 2010 um 190.000 Mitglieder gewachsen (dank Fernsehwerbung)… LinkedIn ist in dem gleichen Zeitraum in Deutschland um 364.607 Mitgliedern gewachsen, und das praktisch ohne Marketing. Allein, dass man das überhaupt messen kann, zeigt den technischen Vorsprung.
Die Internationalität wird in der Schweiz eine große Rolle spielen. Aber auch dir funktionalen Vorteil (Der Handshake wurde bei LinkedIn im November 2009 eingeführt). Bestes Beispiel sind die Share Buttons über diesen Kommentar: LinkedIn sehe ich, Xing nicht. Warum? Wo wir bei der abgeschotteten Technik von Xing wären.
Größter Vorteil ist jedoch aus meiner Sich die Parametrisierbarkeit der Privatssphäre. So ist man vor Konatktanfragen vor den ganzen Vagabundenherden geschützt – wenn man möchte.
Liebe Grüße
Stephan Koß
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