Personal Branding – Lohnenswerte Selbstinszenierung in Social Networks
Die Tatsache der zunehmenden Relevanz des Internets bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter wurde kürzlich in einer neuen BITKOM-Studie deutlich hervorgehoben. Die Umfrage ergab, dass Social Networks im Recruiting eine immer wichtigere Rolle spielen – für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer.
Social Networks als Ressource des HR
Einerseits helfen Social Networks den Personalverantwortlichen bei der Suche und der Anbahnung im Zuge der Akquise neuer Talente. Andererseits kann bereits in einem frühen Stadium des Recruitingprozesses eine Fülle von Informationen über die entsprechenden Kandidaten gesammelt werden. So geben rund 62% von 260 befragten Personalverantwortlichen an, dass sie Nachforschungen in sozialen Netzwerken anstellen, um die Persönlichkeitsprofile und somit die Reputation der jeweiligen Kandidaten zu durchleuchten – eine veritable Chance, um sich als Kandidat seriös zu präsentieren und in Szene zu setzen. Spitzenreiter bei den HR-Profis sind neben der Businessplattform XING und dem konventionellen „googeln“ die Social Networks Facebook, StudiVZ und Twitter (Artikel vom 29.01.2010). Andere Blogger nehmen bereits Bezug auf die Studie des BITKOM und stellen fest, dass die Option der gezielten Suche von neuen Arbeitskräften in der Form einer Ausschreibung in einem Social Network jedoch erst von wenigen Unternehmen genutzt wird.

Pimp your profile
Nur schon das Bewusstsein über die Präsenz von Headhuntern in Social Networks dürfte bei den Benutzern entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung des eigenen Profils und infolgedessen auf den Personal Brand haben. Unter dem Schlagwort „MaximiXING“ findet man im Rahmen des Coproprate Blogs von XING eine Vielzahl von Ratschlägen, wie man sein eigenes Profil aufpolieren und in der Berufswelt vorteilhaft in Szene setzen kann. Konkrete Strategien, wie man sich mit einem bestimmten Image bei einer Google-Suche entsprechend in die vorderen Ränge katapultieren kann, zeigen mitlerweile gar professionelle Berater in Seminaren auf.
Fazit
Social Networks bieten für HR-Personal bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine interessante Quelle wenn es darum geht, private Informationen über ein Individuum zu sammeln. Eine aktive Einflussnahme, vor allem aber der Dialog mit den Nutzern innerhalb einer Plattform, bleibt die Ausnahme. Im Zuge der Beliebtheit von Sozialen Netzwerken wäre es jedoch interessant herauszufinden, welches Potenzial die Option einer Ansprache von Talenten tatsächlich birgt. Gemäss BITKOM-Präsident Prof. Dr. Scheer wird die Bedeutung von Sozialen Online-Netzwerken mit ihren hohen Nutzerzahlen für den Bereich Human Ressource jedoch deutlich steigen.
Tags: Berufswahl, Head Hunter, Personal Branding, Recruiting, Rekrutierung, Social Network





















Artikel-Feed (RSS)
