Unternehmensvideos erfreuen sich grosser Beliebtheit. Zukünftige Arbeitnehmer haben so einen besseren Überblick über die Firma, das Arbeitsklima oder mögliche Arbeitsgebiete. Doch wie sinnvoll ist es, die eigenen Bewerbungsunterlagen mit einem Video zu ergänzen?
Wir stellen nachfolgend einige Punkte vor, die unbedingt beachtet werden sollten, wenn man sich dazu entschliesst, selbst ein Video für die eigene Bewerbung zu drehen. Und wir stellen die ketzerische Frage , ob Bewerbungsvideos die Chancen auf den Job wirklich merklich verbessern…

Quelle: www.pixelio.de
Tipps und Tricks für Bewerbervideos:
- Drehen sie keine Videos, die länger als 2 Minuten sind. Erwiesenermassen haben Personaler wenig Zeit. Daher sollte das Video kurz und prägnant sein.
- Achten sie auf ihr Äusseres! Neben einer entsprechenden Kleidung und einem gepflegten Erscheinungsbild ist die Körpersprache sehr wichtig. Vermeiden Sie es, unsicher oder arrogant zu wirken.
- Bereiten Sie sich entsprechend vor. Der Text sollte vorher mehrmals gelesen werden, damit ein flüssiges Vortragen möglich ist. Nichts ist schlimmer, als mehrere „Ähms“ im Bewerbungsvideo. Notfalls drehen Sie so oft bis das Ergebnis stimmt.
- Verraten Sie nicht zu viele Informationen über sich. Das Video soll den Personaler schliesslich neugierig machen, Sie zu einem richtigen Vorstellungsgespräch einzuladen.
- Achten Sie auf eine professionelle Produktion des Videos. Wenn Ihnen spezielle Agenturen zu teuer sind, dann kann vielleicht ein Hobbykameramann im Bekanntenkreis oder ein ambitionierter Student eine Alternative sein.
Es gibt mittlerweile auch Dienstleister, welche die Erstellung von Bewerbungs-Videos für Private anbieten. Ein Beispiel ist www.myjobtv.ch.

Verbessert ein Bewerbungsvideo die Chancen auf einen Job wirklich?
Diese Frage lässt sich wie so oft nicht mit Ja oder Nein beantworten. Es kommt sehr stark auf den Beruf an, für den man sich bewirbt. Erwiesenermassen macht der Einsatz eines Videos gerade in kreativen Berufen Sinn, weil man hier die Möglichkeit hat, seine Arbeitsproben besser vorzustellen und es dem Recruiter auch zeigt, dass man crossmedial denken und handeln kann.
Gerade bei Jobs in einem wirtschaftlichen Gebiet, sind Videos nicht wirklich erwünscht. Es ist hier zu beachten, dass Personaler oftmals schlichtweg nicht die Zeit haben, viele Videos anzuschauen.
Sehr sinnvoll sind Bewerbungsvideos allerdings, wenn man sich für einen Job im Ausland bewirbt. Besonders in Amerika sind die Videos bereits etabliert. Damit sind uns die Amerikaner einiges voraus. Die Videos ersetzen hier möglicherweise unnötige Reisekosten, da der Recruiter wesentlich besser abschätzen kann, ob man für den ausgeschriebenen Job geeignet ist. Johanna Jung bewarb sich letztes Jahr mit einem Video für einen Job in Amerika. Das Video ist kreativ, persönlich und mit Sicherheit als Vorbild zu sehen. (PS: den Job hat sie damit auch bekommen).
Was also tun?
Bewerbungsvideos sind sicher nicht das „Allheilmittel“, wie es gerne mal dargestellt wird. Wenn man sich dennoch dafür entscheidet, sollten oben genannte Punkte beachtet und eine individuelle Note eingebracht werden. Denn ein Bewerbungsvideo von der Stange wird mit Sicherheit keinen Personaler überzeugen!
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